100 Folgen Kleinstadtniveau: Eine Podcast-Landkarte für moderne Behördenkommunikation
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Weitere Informationen100 Folgen Kleinstadtniveau. Das klingt erstmal nach Jubiläum, Rückblick und ein bisschen Konfetti. Für uns fühlt es sich aber vor allem nach etwas anderem an: nach einer ziemlich besonderen Community.
Als wir mit Kleinstadtniveau gestartet sind, ging es zunächst um Gespräche, die wir ohnehin geführt haben. Über Social Media in Behörden. Über Verwaltungskommunikation. Über Dinge, die nicht funktionieren. Aber vor allem über Menschen, die zeigen, dass es anders gehen kann. Der Podcast war sogar vor Amtshelden da. Aus diesen Gesprächen ist mit der Zeit nicht nur ein Format entstanden, sondern ein Ort für Austausch, Inspiration und ehrliche Einblicke in die Behördenwelt. Genau das beschreiben wir auch in unserem Intro zur 100. Folge: Kleinstadtniveau lebt von guten Gesprächen, von Neugier, von Gästen, die ihre Erfahrungen teilen, und von Menschen, die zuhören, Feedback geben und Themen weitertragen.
Und weil 100 Folgen nicht nur eine Zahl sind, sondern inzwischen auch ein ziemlich großes Archiv, möchten wir diese Folge nutzen, um eine kleine Orientierung zu geben: Welche Themen stecken eigentlich in Kleinstadtniveau? Welche Gespräche lohnen sich, wenn man sich gerade mit Social Media, KI, Recruiting, Krisenkommunikation oder interner Kommunikation beschäftigt? Und was zeigt diese Sammlung über den öffentlichen Sektor?
Die kurze Antwort: sehr viel.
Social Media in Behörden: Vom Kanal zur echten Verbindung
Der größte rote Faden durch Kleinstadtniveau ist natürlich Social Media in Behörden. Nicht als „Wir müssten auch mal Instagram machen“-Thema, sondern als echte Frage: Wie können Städte, Gemeinden, Landkreise, Ministerien und öffentliche Unternehmen sichtbar, verständlich und relevant kommunizieren?
Genau darum ging es zum Beispiel in der Folge mit Elena Schrader und Jasper Bodenhausen über die Stadt Göttingen. Göttingen zeigt, dass erfolgreiche Behördenkommunikation nicht zufällig entsteht, sondern mit Qualität, echten Menschen vor der Kamera, klarer Priorisierung und dem Mut verbunden ist, Verwaltung nahbar zu zeigen.
Auch die Folge mit Janika Mägerle über die Stadt Tuttlingen passt in diesen Bereich. Sie zeigt sehr gut, dass Social Media in Behörden nicht immer bei null anfangen muss. Oft liegen die besten Inhalte längst im Haus: in internen Geschichten, bestehenden Formaten, Mitarbeitendenzeitungen, Veranstaltungen oder Podcasts. Man muss sie nur erkennen, anders denken und nutzbar machen.
Dazu gehören auch das Gespräch über Oldenburg mit Antonia, über Schweinfurt mit Anja Lippert-Herold, über kreative kommunale Kommunikation mit Matthias Beer, über TikTok mit Magnus Folten, über Twitch mit Mike Schleiermacher, über WhatsApp-Kanäle mit Deliah Werkmeister oder über Google Maps mit Stephan Voigt. Zusammen zeigen diese Folgen: Behördenkommunikation findet längst nicht mehr nur auf der Website statt. Menschen informieren sich dort, wo sie ohnehin unterwegs sind. Und genau deshalb müssen Behörden lernen, Plattformen nicht nur zu bespielen, sondern wirklich zu verstehen.
Politische Kommunikation und öffentliche Sichtbarkeit
Ein zweiter großer Themenbereich ist politische Kommunikation. Gerade hier wird deutlich, wie anspruchsvoll Kommunikation im öffentlichen Raum geworden ist. Es geht nicht nur darum, Informationen bereitzustellen. Es geht um Vertrauen, Verständlichkeit, Aufmerksamkeit, Kritikfähigkeit und die Frage, wie man sichtbar wird, ohne beliebig zu werden.
Die Folge mit Tamara Vogel über Social Media beim Deutschen Bundestag zeigt diesen Anspruch besonders deutlich. Im Gespräch geht es darum, wie politische Kommunikation verständlich und glaubwürdig bleiben kann, während Plattformlogiken, öffentliche Erwartung und Kritik ständig mitlaufen.
Auch die Gespräche mit Martin Fuchs über politische Kommunikation, mit Luca Piwodda über Wahlkampf und Social Media oder mit Ramona Schumann über Bürgermeisterinnen, TikTok und kommunale Sichtbarkeit gehören in diesen Bereich. Sie zeigen: Wer heute in der Verwaltung oder Politik kommuniziert, braucht nicht nur gute Inhalte. Er oder sie braucht ein Gefühl für Ton, Timing, Öffentlichkeit und Verantwortung.
Corporate Influencer, Amtfluencer und echte Menschen vor der Kamera
Ein Thema, das bei Kleinstadtniveau immer wieder auftaucht, ist die Frage: Wer spricht eigentlich für Verwaltung?
Die Antwort ist oft: nicht nur Pressestellen, nicht nur Social-Media-Teams, nicht nur Leitungsebenen. Sondern auch Mitarbeitende, die ihren Alltag zeigen, erklären und dadurch Vertrauen schaffen.
Sehr deutlich wird das in der Folge mit Mathias Tobola von der BVG. Ein Straßenbahnfahrer zeigt auf Social Media seinen Berufsalltag, erklärt Situationen aus dem Verkehr, spricht über Verspätungen, Herausforderungen und schöne Momente. Das funktioniert nicht, weil es perfekt inszeniert ist, sondern weil es echt wirkt. Genau deshalb wird aus Alltag plötzlich Recruiting, aus Einblick plötzlich Arbeitgeberkommunikation und aus einem einzelnen Mitarbeitenden ein glaubwürdiger Botschafter.
Auch die Folge zu den Monfluencern in Monheim mit Jessica Mülders und Tanja Bamme gehört hier unbedingt dazu. Dort wird deutlich, dass Corporate Influencer in Behörden nicht nur externe Sichtbarkeit erzeugen. Sie können auch intern etwas verändern: mehr Austausch, mehr Verständnis füreinander, weniger Silodenken und mehr Verbindung zwischen Bereichen.
Dazu passen auch die Gespräche mit Klaus Eck über LinkedIn und Corporate Influencer, mit Stefanie Nimmerfall und Diana Heffels über das Amtfluencer-Programm der Stadt München und viele weitere Folgen, in denen sichtbar wird: Moderne Behördenkommunikation braucht Gesichter. Nicht als Show. Sondern weil Menschen Menschen vertrauen.
Recruiting, Personalmarketing und Arbeitgeberkommunikation
Viele Behörden spüren den Fachkräftemangel längst sehr konkret. Aber Kleinstadtniveau schaut beim Thema Recruiting nicht nur auf Kampagnen. Es geht um die Frage, wie öffentliche Arbeitgeber überhaupt wahrgenommen werden. Wie sichtbar sind Berufe? Wie ehrlich werden Arbeitsrealitäten gezeigt? Wie niedrigschwellig ist der Einstieg? Und wie gut ist eigentlich das Bewerbererlebnis?
Genau hier setzt Folge 100 mit Anna Carla Springob zu Kununu für Behörden an. Arbeitgeberbewertungen sind für Verwaltungen kein Randthema mehr. Wer Fachkräfte gewinnen will, muss verstehen, dass Bewerber:innen sich informieren, vergleichen und auf Erfahrungen anderer achten. Kununu ist deshalb nicht einfach ein Bewertungsportal, sondern ein Spiegel dafür, wie Arbeitgeberkommunikation, interne Realität und Außenwahrnehmung zusammenhängen.
Auch die Folge mit Mathias Tobola über die BVG gehört in diesen Bereich, weil sie zeigt, dass Recruiting oft dann besonders stark wird, wenn Berufe wirklich sichtbar werden. Dazu kommen Gespräche mit Pascal Schrauth über Social Ads im Behörden-Recruiting, mit Luisa Welink und Hendrik Heim über GenZ und öffentlichen Dienst, mit Lara Reichwein über Employer Branding in Offenbach und mit Christian Pollak über Recruiting zwischen Headhunting und Behördenrealität.
Zusammen zeigen diese Folgen: Personalmarketing im öffentlichen Dienst darf nicht nur aus Stellenanzeigen bestehen. Es braucht Einblicke, Tempo, Klarheit, ehrliche Kommunikation und ein besseres Verständnis dafür, was Bewerber:innen heute erwarten.
KI und Digitalisierung: Vom Zukunftsthema in den Verwaltungsalltag
Ein weiterer großer Schwerpunkt ist Digitalisierung. Und in den neueren Folgen natürlich auch Künstliche Intelligenz. Dabei geht es bei Kleinstadtniveau selten um abstrakte Zukunftsdebatten. Spannend wird es dort, wo Technologie wirklich im Verwaltungsalltag ankommt.
Die Folge mit Sebastian Wolters aus Rosendahl zeigt genau das. Rosendahl ist keine Großstadt mit riesigen Ressourcen, sondern eine kleine Kommune, die KI praktisch erprobt: etwa bei Protokollen, Übersetzungen oder im Bürgerservice. Die Folge macht deutlich, dass KI in der Verwaltung nicht nur eine Tool-Frage ist. Es geht auch um Führung, Lernfähigkeit, Unsicherheit und den Mut, Dinge zu testen und wieder zu verwerfen, wenn sie nicht funktionieren.
Auch das Gespräch mit Dr. Fabian Mehring über Digitalisierung in der Verwaltung passt in diesen Bereich. Hier geht es um Umsetzung, Verantwortung, Tempo und die Frage, warum Fortschritt oft nicht an fehlenden Ideen scheitert, sondern an Strukturen, Entscheidungen und Prioritäten.
Dazu kommen die Folge mit Torsten Frenzel vom E-Government-Podcast über digitale Verwaltung, die besser erklärt und genutzt werden muss, sowie Gespräche mit Christian Hartz über KI, Recht und sichere Nutzung. Zusammen zeigen sie: Digitalisierung ist kein reines IT-Thema. Sie ist ein Kommunikationsthema, ein Organisationsthema und ein Vertrauensprojekt.
Krisenkommunikation, Kritik und öffentliche Verantwortung
Wer als Behörde kommuniziert, kommuniziert nicht nur in schönen Momenten. Besonders wichtig wird Kommunikation dann, wenn es schwierig wird: in Krisen, bei Kritik, bei Unsicherheit, bei öffentlichem Druck.
In diese Kategorie gehören Gespräche wie die Folge mit Lutz Hanus über Krisenkommunikation nach dem Attentat in Hanau, mit Michael Ehresmann über Katastrophenschutz und Krisenkommunikation, mit Pia Preuss über Shitstorm, Candystorm und den Hessenpark oder mit Dr. Thomas Schuster über Recht und Datenschutz.
Diese Folgen zeigen, dass Behördenkommunikation nicht erst in der Krise aufgebaut werden kann. Vertrauen entsteht vorher. Strukturen entstehen vorher. Rollen, Prozesse und Klarheit müssen vorher geklärt sein. Wenn es ernst wird, zeigt sich, ob Kommunikation nur ein Kanal war oder wirklich Teil der Organisation ist.
Interne Kommunikation: Was nach außen wirken soll, muss innen beginnen
Eine gute Social-Media-Strategie bringt wenig, wenn intern niemand weiß, was eigentlich kommuniziert werden soll. Deshalb taucht bei Kleinstadtniveau immer wieder ein Thema auf, das in Behörden oft unterschätzt wird: interne Kommunikation.
Die Folge mit Julian Damm über interne Kommunikation gehört dazu. Ebenso die Gespräche über die Monfluencer in Monheim oder das Amtfluencer-Programm in München. Denn überall dort wird klar: Kommunikation nach außen hängt eng mit Kommunikation nach innen zusammen. Wenn Mitarbeitende nicht eingebunden werden, wenn Informationen nicht fließen, wenn Fachbereiche nicht verstehen, warum Kommunikation wichtig ist, bleibt auch die beste Strategie auf dem Papier stecken.
Gerade im öffentlichen Dienst ist interne Kommunikation kein „Nice to have“. Sie entscheidet darüber, ob Menschen mitziehen, ob Veränderungen verstanden werden und ob aus einzelnen guten Ideen wirklich gemeinsame Bewegung entsteht.
Sprache, Design, Content und Verständlichkeit
Ein weiterer Themenstrang dreht sich um die Frage, wie Behörden eigentlich wirken. Nicht nur inhaltlich, sondern auch sprachlich, visuell und gestalterisch.
Dazu gehören Gespräche mit Wolfram Stratmann über Corporate Design für Behörden, mit Dominik Artefex über Amtsdeutsch, Faxgeräte und Behördenhumor, mit Julia Burkhardt über Filme, die keine klassischen Imagefilme sein müssen, oder mit Prof. Dr. Annika Schach über Diversity, Barrierefreiheit und verständliche Kommunikation.
Diese Folgen zeigen: Gestaltung ist nicht Dekoration. Sprache ist nicht Nebensache. Und Verständlichkeit ist kein Bonus, sondern eine Voraussetzung dafür, dass Menschen Verwaltung nutzen, verstehen und ihr vertrauen können.
Was 100 Folgen Kleinstadtniveau zeigen
Wenn man sich diese 100 Folgen anschaut, sieht man nicht nur eine Sammlung einzelner Gespräche. Man sieht auch, wie sehr sich Behördenkommunikation verändert hat.
Am Anfang stand oft die Frage: Sollten Behörden überhaupt auf Social Media aktiv sein? Heute lautet die Frage eher: Wie machen wir es gut? Wie schaffen wir Vertrauen? Wie zeigen wir Menschen? Wie kommunizieren wir in Krisen? Wie nutzen wir KI sinnvoll? Wie gewinnen wir Fachkräfte? Wie erklären wir Digitalisierung? Wie erreichen wir Menschen, ohne nur Reichweite hinterherzulaufen?
Genau deshalb ist Kleinstadtniveau für uns so wertvoll geworden. Der Podcast zeigt, dass es im öffentlichen Sektor unglaublich viele Menschen gibt, die nicht auf den perfekten Moment warten. Sie probieren aus, bauen Strukturen auf, öffnen Türen, erklären Verwaltung neu und teilen ihre Erfahrungen mit anderen.
Und genau dadurch entsteht Community.
Nicht, weil alle dieselben Antworten haben. Sondern weil viele ähnliche Fragen stellen.
Danke an alle, die Kleinstadtniveau möglich machen
100 Folgen Kleinstadtniveau sind für uns 100 Gespräche, 100 Vorbereitungen, 100 Mal dazulernen. Aber vor allem sind sie ein Grund, Danke zu sagen.
Danke an alle Gäste, die sich Zeit genommen haben, ihre Erfahrungen, Ideen, Zweifel und Erkenntnisse zu teilen. Danke an alle Hörer:innen, die uns schreiben, Folgen weiterempfehlen, Themen vorschlagen, Feedback geben oder einfach regelmäßig dabei sind. Danke an alle, die diesen Podcast beim Joggen, im Auto, im Zug, im Büro oder auf dem Weg ins Rathaus hören.
Kleinstadtniveau wäre ohne die Gäste nicht möglich. Aber ohne die Community wäre es nicht das, was es heute ist.
Und deshalb machen wir auch nach 100 Folgen weiter.
Nicht mit einer großen Feierfolge, sondern mit neuen Gesprächen. Weil es noch viel zu viele gute Themen gibt. Zu viele spannende Menschen. Zu viele Fragen, die wir stellen wollen.
Auf die nächsten 100 Folgen Kleinstadtniveau.
Solltest du Fragen oder Anmerkungen haben, schicke uns gerne eine E-Mail an hallo@amtshelden.de. Ihr kommt in eurer Stadt mit Social Media nicht wirklich voran? Dann haben wir vielleicht was für dich – schau dir mal unser Amtfluencer-Programm und unsere Webinare an.
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