Connected 2026: Zum dritten Mal mit der Amtshelden-Bühne in Frankfurt
Zum dritten Mal waren wir mit einer eigenen Amtshelden-Bühne auf der Connected Social Media Konferenz in Frankfurt dabei. Julia und Christian haben durch den Tag moderiert, auf der Bühne ging es um vier Themen, die im Social-Media-Alltag von Behörden gerade ziemlich konkret sind: Trends, Menschen vor der Kamera, Recruiting über YouTube und Corporate Influencer in der Verwaltung.
Die Connected Social Media Konferenz bringt jedes Jahr Social-Media-Leute aus Unternehmen, Medien, Agenturen und Behörden zusammen. Auf vier Bühnen standen in diesem Jahr unter anderem Resi Steinbauer, Jens Wiese, Alina Ludwig, Dr. Eva Gengler, Carina Lutze, Tomas Herzberger und Vivian Trebst. Für uns ist die Connected inzwischen aber vor allem auch der Ort, an dem für einen Tag ein ziemlich großer Teil der Behörden-Social-Media-Szene zusammenkommt.
Welche Trends passen eigentlich zum Bundestag?

Den Anfang machte Tamara Vogel, Social-Video-Redakteurin und Presenterin beim Deutschen Bundestag. Ihre Frage: Muss eine Behörde eigentlich jeden Social-Media-Trend mitmachen?
Ihre Antwort war erwartbar differenzierter. Trends können helfen, Reichweite zu erzeugen, eine Marke aufzuladen und gerade jüngere Zielgruppen zu erreichen. Entscheidend ist aber, vorher zu verstehen, warum ein Trend funktioniert und ob er überhaupt zum eigenen Absender passt.
Tamara hat dafür Einblicke in ihre Arbeit beim Bundestag gegeben und gezeigt, wie dort Trends bewertet und umgesetzt werden – und welche man ganz bewusst vorbeiziehen lässt.
Niemand will vor die Kamera. Und jetzt?

Danach wurde es praktisch. Antonia zur Mühlen von der Stadt Oldenburg beschäftigte sich mit einer Situation, die wahrscheinlich fast jedes Social-Media-Team in einer Behörde kennt: Man hat eine gute Idee für ein Video – aber niemand möchte vor die Kamera.
Antonia zeigte, wie man Menschen ohne Kameraerfahrung dabei helfen kann, ihre Unsicherheit zu verlieren. Ein wichtiger Punkt dabei: Die Verantwortung liegt zu einem großen Teil bei der Person hinter der Kamera. Wie spreche ich mit meinem Gegenüber? Welche Atmosphäre schaffe ich? Wie viel Zeit gebe ich jemandem?
Und weil man das schwer ausschließlich mit Folien erklären kann, wurde direkt ausprobiert. Die Teilnehmenden haben selbst Videos aufgenommen, Situationen getestet und ihre Erfahrungen miteinander besprochen. Sehr Antonia. Und ziemlich genau die Art von Workshop, die wir auf unserer Bühne haben wollen: konkret genug, dass man anschließend tatsächlich etwas anders machen kann.
Von Null auf HUNDERTZEHN

Nach der Mittagspause kamen Benjamin Brümmer und Ronald Radeke von der Polizei Berlin auf die Bühne. Im Mittelpunkt stand HUNDERTZEHN, das große YouTube-Projekt der Polizei Berlin, das gemeinsam mit funk umgesetzt wurde.
Der Case zeigt, was Behördenkommunikation inzwischen sein kann. Die Polizei begleitet Menschen und Einheiten dokumentarisch, gibt sehr direkte Einblicke in die Arbeit und erreicht damit Zielgruppen, die klassische Recruitingkommunikation kaum erreichen würde.
Besonders spannend war für uns, dass Benjamin und Ronald eben nicht nur auf Views geschaut haben. Sie berichteten auch davon, was das Format für das Recruiting ausgelöst hat: Menschen interessieren sich gezielt für die Polizeischule und für genau die Bereiche, die sie vorher über HUNDERTZEHN kennengelernt haben. Ein Case, nach dem man sich als Behörde durchaus die Frage stellen darf, ob man bei der eigenen Kommunikation vielleicht an manchen Stellen größer denken könnte.
Was bei den Monfluencern ganz anders lief als gedacht

Den vierten Vortrag übernahmen Tanja Bamme und Jessica Mülders von der Stadt Monheim am Rhein. Die beiden haben mit den Monfluencern eines der bekanntesten Corporate-Influencer-Programme in der kommunalen Verwaltung aufgebaut. Mittlerweile sind dort mehr als 40 Mitarbeitende beteiligt.
Spannend war aber vor allem der Blick hinter diese Zahl. Tanja und Jessica berichteten davon, was sich durch das Programm innerhalb der Verwaltung verändert hat und welche Effekte sie am Anfang selbst überhaupt nicht auf dem Zettel hatten.
Gerade diese ungeplanten Entwicklungen gehören inzwischen zu den interessantesten Learnings des Projekts. Sichtbarkeit verändert auch intern etwas: Mitarbeitende lernen andere Bereiche kennen, Kontakte entstehen und Menschen beschäftigen sich anders mit der eigenen Verwaltung. Das Fazit der beiden fiel entsprechend positiv aus – auch wenn der Weg dorthin an einigen Stellen anders verlief als ursprünglich gedacht.
Zum Schluss: echte Fälle aus dem Behördenalltag

Über den Tag konnten die Besucherinnen und Besucher Fragen und konkrete Fälle aus ihrem Social-Media-Alltag in unsere Fragenbox werfen.
Zum Abschluss haben wir diese gemeinsam mit unseren Referentinnen und Referenten auf der Bühne diskutiert. Keine vorbereiteten Musterfälle, sondern die Fragen, die in Pressestellen und Social-Media-Teams tatsächlich auf dem Tisch liegen.
Und vielleicht war genau das ein guter Abschluss für diesen Tag.
Denn auch jenseits der Bühne war wieder etwas zu spüren, das wir an der Connected inzwischen besonders mögen: In Frankfurt trifft sich für einen Tag eine ziemlich große Behördenfamilie.
Menschen aus München, Erfurt, Göttingen, Oldenburg und vielen weiteren Städten und Behörden waren dabei – von kleinen Kommunen bis zu großen Organisationen. Viele davon kennen wir das ganze Jahr über aus LinkedIn, Instagram, unseren Webinaren, Veranstaltungen oder dem Podcast. Sie dann plötzlich alle persönlich in einem Raum zu haben, ist jedes Mal wieder besonders.
Danke, Diana und Falko
An dieser Stelle deshalb auch ganz persönlich von uns beiden: Danke an Diana und Falko Riemer.
Ihr steckt unglaublich viel Arbeit in diese Konferenz und habt uns jetzt zum dritten Mal den Raum gegeben, eine eigene Amtshelden-Bühne daraus zu machen. Wir wissen das sehr zu schätzen.
Und weil ein Tag Connected offenbar noch nicht genug Programm ist, haben wir mit Lutz Hanus auch wieder eine neue Folge des Behind the Experts Podcasts aufgenommen. Die erscheint in der kommenden Woche.
Für uns bleibt nach einem langen Tag in Frankfurt vor allem eins hängen: Es macht einfach verdammt viel Spaß, so viele Menschen zusammenzubringen, die Behördenkommunikation jeden Tag ein kleines Stück besser machen.
Danke an Tamara, Antonia, Benjamin, Ronald, Tanja und Jessica. Danke an alle, die bei uns im Publikum saßen, Fragen eingeworfen, mitdiskutiert und Videos aufgenommen haben.
Und danke an alle bekannten und neuen Gesichter der Behördenfamilie.
Wir sehen uns.
Solltest du Fragen oder Anmerkungen haben, schicke uns gerne eine E-Mail an hallo@amtshelden.de. Ihr kommt in eurer Stadt mit Social Media nicht wirklich voran? Dann haben wir vielleicht was für dich – schau dir mal unser Amtfluencer-Programm und unsere Webinare an.
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