Community Management: Warum wir beim Lob so leise sind
„Wir müssen sofort reagieren!“
Klingt vertraut?
Bei negativen Kommentaren wissen wir ganz genau, was zu tun ist:
Es sticht im Bauch. Alle Augen aufs Monitoring. Sofort Besprechung im Team. Reaktion vorbereiten, interne Freigabe, im Zweifel noch den Chef draufschauen lassen. Dann wird mit Fingerspitzengefühl geantwortet – nur um festzustellen, dass der Absender oft gar nicht an einem wertschätzenden Dialog interessiert war.
Aber was ist eigentlich mit den positiven Kommentaren?
Mit den Menschen, die loben, die mitgehen, die Danke sagen?
Hand aufs Herz: Wie viel Zeit nehmen wir uns dafür? Wie oft besprechen wir intern, wie wir die wertvollsten Unterstützer:innen binden, feiern, zurückgeben können?
Was wäre, wenn wir mindestens genauso viel Energie ins Positive stecken würden?
In unserem Podcast (erscheint im August) erzählt Tanja Laub, seit über 20 Jahren Community-Management-Profi:
„Wenn ich die Wahl hätte, würde ich 70% meiner Zeit in Community Management stecken – nicht in Content. Der Hebel ist riesig.“
Denn gute Inhalte sind wichtig. Klar. Aber ob eine Community bleibt, wächst und Vertrauen aufbaut, entscheidet sich nicht nur im Feed – sondern in den Antworten, in den Gesprächen, in der Beziehungspflege.
Community Management heißt:
- Nicht nur reagieren, sondern agieren.
- Nicht nur moderieren, sondern zuhören.
- Nicht nur negatives Feuer löschen, sondern positive Flammen schüren.
Es bedeutet: Positiv First.
Konsequent. Nicht nur ein Schulterklopfen hier und da, sondern echte Nähe. Aktives Community Management statt passivem Abwarten. Und ja: Auch das spiegelt Haltung, Werte und Kultur – jeden Tag.
Vielleicht liegt hier der Hebel, den viele übersehen:
Wenn du willst, dass Menschen dir vertrauen, dann gib den Loyalen eine Bühne. Zeig, dass du ihre Meinung wertschätzt – nicht nur den nächsten Shitstorm fürchtest.
Wir bei Amtshelden sagen: Lasst uns nicht nur Content, Content, Content denken.
Lasst uns Beziehung, Beziehung, Beziehung machen.
Solltest du Fragen oder Anmerkungen haben, schicke uns gerne eine E-Mail an hallo@amtshelden.de. Ihr kommt in eurer Stadt mit Social Media nicht wirklich voran? Dann haben wir vielleicht was für dich – schau dir mal unser Amtfluencer-Programm an.
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