Was 2025 gut war – Stimmen aus der Behördenfamilie
2025 war ein Jahr voller Bewegung in der Behördenwelt. Voller Ideen, mutiger Schritte und sichtbarer Fortschritte – manchmal im Großen, oft im Kleinen.
Überall dort, wo Menschen Verantwortung übernehmen, Neues ausprobieren und dranbleiben, ist etwas entstanden: bessere Kommunikation, neue digitale Wege, mehr Austausch und mehr gegenseitige Wertschätzung.
Zum Jahresende haben wir Menschen aus unserem Netzwerk gefragt, welcher Moment 2025 für sie besonders positiv war. Die Antworten zeigen, wie vielfältig diese Entwicklung ist – und wie viel Gestaltungskraft in Verwaltung steckt, wenn sie genutzt wird.
Diese Stimmen feiern keine Perfektion. Sie feiern Engagement, Haltung und das gemeinsame Vorankommen.
Vivian Treibst – WBS Legal
„Behörden sind 2025 spürbar mutiger geworden – auch dort, wo rechtliche Risiken früher Innovation gebremst hätten.“
Vivian Trebst beobachtet 2025 einen deutlichen Wandel im Umgang von Behörden mit rechtlichen Risiken, insbesondere im Social-Media-Kontext. Statt vorsorglich zu blockieren, werden Risiken heute bewusster abgewogen – und zunehmend in Kauf genommen, wenn sie überschaubar sind.
Für sie zeigt sich dieser Kulturwandel ganz konkret: an professionell umgesetzten Social-Media-Auftritten von Behörden ebenso wie an der hohen Nachfrage nach rechtlichen Webinaren und Vorträgen. Die Behördenwelt, so ihr Eindruck, ist nicht nur offen für technologische und mediale Weiterentwicklung – sie ist bereit, Verantwortung zu übernehmen und voranzugehen.
Jessica Mülders & Tanja Bamme – Mohnfluencer, Stadt Monheim am Rhein
„Unsere Achtfach-Sporthalle zeigt, was Verwaltung möglich machen kann – für Schulen, Vereine und die ganze Stadt.“
Für Jessica und Tanja aus der Stadt Monheim am Rhein steht 2025 ganz im Zeichen eines außergewöhnlichen Projekts: der Eröffnung der Achtfach-Sporthalle, Europas größter Sporthalle ihrer Art.
Nach zwei Jahren Bauzeit wurde sie im April an Schulen und Vereine übergeben. Für die beiden ist das Projekt ein Positivbeispiel dafür, wie Verwaltung Großes realisieren kann, wenn Planung, Durchhaltevermögen und gesellschaftlicher Nutzen zusammenspielen – sichtbar, nutzbar und langfristig wirksam.
Martha Lubosz – Universittätsmedizin Mainz
„2025 haben Behörden angefangen, ihren Job selbstbewusst sichtbar zu machen – und davon profitieren wir alle.“
Martha Lubosz nimmt 2025 vor allem eines wahr: Immer mehr Menschen aus der Behördenwelt sprechen offen über ihre Arbeit – insbesondere auf LinkedIn. Diese neue Sichtbarkeit verändert den Austausch spürbar.
Durch die aktive Kommunikation entstehen bessere Vernetzung, mehr gegenseitiges Lernen und ein realistischeres Bild davon, wie Verwaltung heute arbeitet. Für sie ist das ein wichtiger Schritt hin zu einer offeneren, lernenden Behördenkultur.
Fabienne Knoche – Stadt Soest
„Der Arbeitgeber-Marketing-Award hat gezeigt: Kommunalverwaltungen können mit der Privatwirtschaft mithalten.“
Für Fabienne Knoche war 2025 ein Jahr voller Erfolge und persönlicher Meilensteine. Ein besonderes Highlight war der Gewinn eines Arbeitgeber-Marketing-Awards – ein Moment, der für sie eindrucksvoll gezeigt hat, dass Kommunalverwaltungen im Wettbewerb um Talente längst auf Augenhöhe mit der Privatwirtschaft agieren können.
Darüber hinaus blickt sie auf zahlreiche Entwicklungen zurück: Fortschritte im Chatbot-Bereich, kreative Digitalprojekte und Veranstaltungen wie die Allerheiligenkirmes. Auch persönlich konnte sie neue Erfahrungen sammeln – von Foto- und Videoproduktionen bis hin zur Podcast-Teilnahme.
Ihr Fazit für 2025 ist klar: Gemeinsam lässt sich viel bewegen, gestalten und erreichen – wenn man bereit ist, anzufangen und dranzubleiben.
Leon Kaiser – Eye-Able
„Digitale Barrierefreiheit funktioniert, wenn Verwaltung und Partner konsequent zusammenarbeiten.“
Leon von Eye-Able blickt 2025 vor allem auf die Zusammenarbeit mit dem Landkreis Lüneburg zurück. Für ihn steht dieses Jahr exemplarisch dafür, wie Digitalisierung mit all ihren Facetten erfolgreich vorangetrieben werden kann.
Besonders positiv hebt er hervor, dass bestehende und neue Domains konsequent barrierearm umgesetzt wurden. So wird digitale Teilhabe nicht nur mitgedacht, sondern praktisch umgesetzt – ein wichtiger Schritt hin zu inklusiver digitaler Verwaltung.
Peter Gneuss – Ehrenbehörde
„2025 war das Jahr, in dem Behörden ihren eigenen Kommunikationsstil gefunden haben.“
Für Peter von Ehrenbehörde war 2025 geprägt von einer neuen Selbstverständlichkeit in der Behördenkommunikation. Ob Städte, Kommunen, Landkreise oder sogar Bundesministerien – überall beobachtet er, dass Behörden beginnen, ihren eigenen Stil zu entwickeln.
Statt sich an vermeintlichen Standards zu orientieren, lehnen sich viele Organisationen mutig hinein, einzigartig zu sein. Diese Entwicklung, so sein Ausblick, wird sich 2026 weiter verstärken – auch dank Formaten und Netzwerken, die den Austausch in der Behördenwelt fördern.
Dani Hillbricht – Gemeinschaftswerk der Evangelischen Publizistik gGmbH
„Die Offenheit, Neues auszuprobieren, ist in der Behördenwelt spürbar gewachsen.“
Dani beschreibt 2025 als ein Jahr des Experimentierens. Durch die bewusste Aktivierung verschiedener Kanäle – von Facebook bis zum WhatsApp-Status – konnte sie neue Zielgruppen erreichen, insbesondere ältere Generationen.
Besonders positiv überrascht hat sie dabei das Mindset: Die Offenheit, Neues auszuprobieren, ist vorhanden. Daraus entstanden neue Aufgaben, Workshops und Projekte – auch abseits bestehender Formate. Für Dani wurde deutlich, wie wichtig gute Kommunikation für Demokratie ist. Ein Ansatz, den sie 2026 konsequent weiterverfolgen möchte.
Antonia zur Mühlen – Stadt Oldenburg
„2025 war das Jahr der Wertschätzung für Social Media in Behörden.“
Antonia beschreibt 2025 als Wendepunkt: Social Media ist aus der Behördenarbeit nicht mehr wegzudenken – und wird endlich auch so behandelt. Besonders spürbar war für sie die Wertschätzung auf allen Ebenen, bis hinein in die Führungsebene.
In Oldenburg wurde Social Media nicht nur akzeptiert, sondern aktiv unterstützt – seriös, mutig und mit Vertrauen in die Arbeit der Teams. Für Antonia steht fest: 2025 hat gezeigt, dass gute Behördenkommunikation gesehen und anerkannt wird.
Dr. Anna Grebe – Medienwissenschaftlerin
„Ein online beantragbares Führungszeugnis ist ein kleiner Schritt – mit großer Wirkung.“
Anna Grebe arbeitet mit Kindern und Jugendlichen und kennt die Hürden behördlicher Prozesse aus eigener Erfahrung. Umso positiver war für sie 2025 die Möglichkeit, das erweiterte polizeiliche Führungszeugnis in Berlin online zu beantragen.
Was früher lange Wartezeiten und umständliche Termine bedeutete, ist heute deutlich einfacher. Für Anna ist das ein konkretes Beispiel dafür, wie Verwaltungsdigitalisierung wirksam wird – und gleichzeitig den Schutz von Kindern und Jugendlichen stärkt.
Stephan Voigt – Hansestadt Stade
„Behörden-Social-Media ist 2025 endgültig aus der Nische herausgekommen.“
Stephan Voigt beobachtet 2025 eine wachsende Aufmerksamkeit für Behördenkommunikation – auch außerhalb der bisherigen Bubble. Veranstaltungen wie die Social-Media-Tagung in Berlin zeigen für ihn deutlich, wie sehr das Thema in der Breite angekommen ist.
Während er im Vorjahr noch eher eine Ausnahme war, traf er 2025 auf zahlreiche Kolleginnen und Kollegen aus unterschiedlichsten Behörden. Ein Zeichen dafür, dass professionelles Social Media längst Teil des Mainstreams in der Verwaltung geworden ist.
Anna Carla Springob – Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW
„2025 war das Jahr, in dem Behördenkommunikation offen diskutiert und weitergedacht wurde.“
Anna Carla erlebt 2025 als Jahr intensiven Austauschs. Nie zuvor wurde in der Behördenwelt so offen darüber diskutiert, wie Kommunikation gestaltet wird – vom KI-Einsatz über Personalmarketing bis hin zur Frage, wie Verwaltung verständlich und glaubwürdig bleibt.
Besonders positiv hebt sie hervor, dass Behördenkommunikation erstmals Teil eines Studienangebots an der Hochschule Darmstadt war. Die Offenheit und das Interesse der Studierenden haben ihr gezeigt, wie viel Potenzial in der nächsten Generation steckt – und wie gut sich klassische Kommunikationsansätze auf den Behördenkontext übertragen lassen.
Sven Matis – Stadt Stuttgart
„2025 hat gezeigt: Wenn wir als Stadt Haltung zeigen und selbst vorangehen, sind Menschen bereit, Veränderung mitzugehen.“
Sven Mattis blickt 2025 auf einen wichtigen Schritt in der kommunalen Klimakommunikation zurück. Die Stadt Stuttgart hat sich das Ziel gesetzt, bis 2035 klimaneutral zu werden – und in diesem Jahr wurde deutlich, welche Rolle Kommunikation dabei spielen kann.
Mit einem neu entwickelten Aktivierungskonzept ging es nicht darum, abstrakte Ziele zu erklären, sondern Menschen zum konkreten Handeln zu motivieren. Der Ansatz: Veränderung beginnt bei uns selbst. Wenn Verwaltung Haltung zeigt, Ressourcen wertschätzt und glaubwürdig vorangeht, entsteht Bereitschaft, diesen Weg gemeinsam zu gehen.
Für Sven war 2025 damit ein positives Beispiel dafür, wie kommunale Kommunikation Wirkung entfalten kann – motivierend, einladend und realistisch.
Stefanie Nimmerfall – Stadt München
„2025 hat gezeigt, wie viel gegenseitige Unterstützung es in der Behördenwelt gibt.“
Stefanie Nimmerfall nimmt 2025 vor allem eines wahr: ein starkes Miteinander in der Behördenwelt. Der Austausch ist einfacher geworden – über LinkedIn, aber auch durch immer mehr Offline-Formate.
Was für sie besonders positiv ist: Statt Konkurrenz erlebt sie Offenheit, Hilfsbereitschaft und ehrliches Interesse. Man kommt schnell mit Menschen in Kontakt, die ähnliche Herausforderungen haben oder bestimmte Themen bereits umgesetzt haben. Dieses gegenseitige Unterstützen, dieses „Wir helfen uns“, empfindet sie als großen Wert – und als eine der schönsten Entwicklungen des Jahres.
Michael Ehresmann – Rheingau-Taunus-Kreis
„2025 ist das Bewusstsein für Krisenkommunikation in Behörden deutlich gewachsen.“
Michael Ehresmann blickt 2025 als ein Jahr zurück, in dem sich viele Behörden intensiver mit Krisen und Krisenkommunikation auseinandergesetzt haben. Ob Stabsübungen, Katastrophenschutz oder gemeinsame Kommunikationskonzepte – das Thema hat spürbar an Aufmerksamkeit gewonnen.
Auch im Rheingold-Honus-Kreis wurde eine große Stabsübung durchgeführt, bei der unter anderem die gemeinsame Krisenkommunikation getestet wurde. Dabei zeigte sich: Viele Verwaltungen sind bereits gut aufgestellt und ziehen aktiv Lehren aus vergangenen Ereignissen wie dem Ahrtal.
Für Michael ist diese gewachsene Sensibilität eine sehr positive Entwicklung. Gerade soziale Medien spielen dabei eine zentrale Rolle – nicht nur im Ernstfall, sondern vor allem in der Vorbereitung. 2025 hat gezeigt, dass viele Behörden diese Aufgabe angenommen haben. Jetzt gilt es, die Erkenntnisse weiter umzusetzen und regelmäßig zu überprüfen.
Janika Mägerle – Stadt Tuttlingen
„2025 hat gezeigt, dass viele Behörden Social Media strategisch verstehen und nicht mehr nur bespielen.“
Janika Mägerle beobachtet 2025 einen deutlichen Reifeprozess im Umgang von Behörden mit Social Media. Viele wissen heute genau, wen sie auf welchen Plattformen erreichen wollen und welche Funktionen Instagram, Facebook, WhatsApp-Channels und andere Kanäle dafür bieten.
Auch in der eigenen Arbeit hat sich für sie bestätigt, dass sich Strukturen und Routinen auszahlen. Regelmäßige Inhalte, einfache Sprache, unterschiedliche Gesichter aus der Behörde und klare Qualitätsstandards haben dazu geführt, dass Kommunikation zuverlässig funktioniert – auch spontan.
Was über Jahre aufgebaut wurde, trägt nun sichtbar Früchte. Für Janika ist 2025 damit ein positives Beispiel dafür, wie strategische, gut strukturierte Behördenkommunikation Wirkung entfaltet.
Das war 2025
Was all diese Perspektiven verbindet, ist ein realistischer Optimismus. Das Wissen darum, dass Veränderung Zeit braucht – und trotzdem jeden Einsatz wert ist.
2025 hat gezeigt, dass Fortschritt nicht laut sein muss, um wirksam zu sein. Dass kleine Erfolge zählen. Und dass man viel bewegen kann, wenn man nicht alleine unterwegs ist.
Jetzt nehmen wir dieses Gefühl mit in Richtung 2026. Mit neuer Energie, klarem Blick und dem Vertrauen darauf, dass wir als Behördenfamilie gemeinsam stärker sind als jede einzelne Herausforderung.
Danke an alle, die 2025 gestaltet, ausprobiert, gelernt und geteilt haben. Wir freuen uns darauf, diesen Weg gemeinsam weiterzugehen.
Solltest du Fragen oder Anmerkungen haben, schicke uns gerne eine E-Mail an hallo@amtshelden.de. Ihr kommt in eurer Stadt mit Social Media nicht wirklich voran? Dann haben wir vielleicht was für dich – schau dir mal unser Amtfluencer-Programm und unsere Webinare an.
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