Warum Social Media kein Nebenschauplatz ist – sondern Demokratie im Digitalen
Social Media ist längst kein Extra mehr. Plattformen wie TikTok, X oder Instagram sind heute der Ort, an dem Menschen über Politik sprechen, sich informieren – und ihre Meinung bilden. Das bedeutet: digitale Räume sind kein Nebenschauplatz, sondern demokratischer Hauptplatz.
Genau darüber haben wir im Podcast Kleinstadtniveau mit Prof. Dr. Jasmin Riedl gesprochen, Politikwissenschaftlerin an der Universität der Bundeswehr.
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📌 Über Prof. Dr. Jasmin Riedl
Jasmin Riedl ist Professorin für Politikwissenschaft an der Universität der Bundeswehr in München – mit Schwerpunkt Innenpolitik und vergleichende Regierungslehre.
Sie leitet das Forschungsprojekt SPARTA (Society, Politics and Risk with Twitter Analysis), das Social-Media-Daten in Echtzeit analysiert, um politische Diskurse sichtbar zu machen. In ihrer Arbeit verbindet sie Politikwissenschaft, Informatik und Datenanalyse – und zeigt so, wie digitale Räume Demokratie beeinflussen.
Was Social Media mit Demokratie macht
Jasmin forscht seit Jahren dazu, wie digitale Plattformen Politik verändern. Ihre Analyse ist klar:
- Polarisierung verstärkt sich – weil Algorithmen bevorzugt reißerische, negative Inhalte ausspielen.
- Vertrauen erodiert – wenn Behörden und Politik diese Räume nicht aktiv besetzen.
- Partizipation steigt – Social Media kann Menschen politisieren, Wissen verbreiten und sie beteiligen.
Die Frage ist also nicht: Brauchen wir Social Media?
Sondern: Wie gestalten wir es verantwortungsvoll?
Warum das für Behörden wichtig ist
Für uns war im Gespräch ein Schlüsselmoment: Bürger:innen diskutieren nicht nur am Wahltag digital – sondern jeden Tag.
Wenn Behörden in diesen Räumen nicht präsent sind, überlassen sie die Deutungshoheit den Lautesten. Schweigen ist keine Option mehr.
Kommunikation heißt: erklären, einordnen, zuhören. Nicht nur in Pressemitteilungen – sondern dort, wo Menschen ihre Informationen wirklich suchen.
Unser Fazit
Das Gespräch mit Jasmin war für uns ein Weckruf. Social Media ist kein „nice to have“. Es ist Teil der demokratischen Infrastruktur. Wer Verantwortung trägt – ob in Politik oder Verwaltung – muss diese Räume aktiv gestalten. Mit Haltung, mit Klarheit und mit Nähe.
Solltest du Fragen oder Anmerkungen haben, schicke uns gerne eine E-Mail an hallo@amtshelden.de. Ihr kommt in eurer Stadt mit Social Media nicht wirklich voran? Dann haben wir vielleicht was für dich – schau dir mal unser Amtfluencer-Programm an.
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